Dienstag, 30. September 2014

New York Titans 06 - Kein Mann für die Ersatzbank von Poppy J. Anderson

Seitenzahl: 215
Verlag: Self Publishing
Kosten: 0,99 €
Taschenbuch: 7,96 €
Kindle e-book: 0,99 €
Erscheinungsdatum: -

Kurzbeschreibung: Bobby O'Connor ist alles, was man sein muss, um erfolgreicher Sportagent zu sein - Kumpeltyp, großmäulig, blitzgescheit und extrem tough! Nur ist Bobby O'Connor kein Typ, sondern eine Frau. Eine Frau, die sich problemlos in dieser Männerdomäne durchsetzt und sogar mit verknallten Footballspielern umgehen kann. 
Jack Armstrong lernt die coole Sportagentin kennen und wird sehr schnell ihr bester Kumpel. Wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er manchmal sogar, dass sie eine Frau ist. Doch plötzlich kann er gar nicht anders, als daran zu denken, dass sie eine Frau ist - eine süße und extrem anziehende Frau ... 

Meine Meinung: Ich bin gewohnt von Poppy J. Anderson gute Bücher zu lesen. Bisher war es immer so, dass ich mich immer auf ihre Bücher gefreut habe, weil ich dann jedes Mal gute Unterhaltung vor mir hatte. Dieser 6. Band der Reihe ist meine erste Enttäuschung bei ihr. Eine große Enttäuschung ist es jetzt nicht. Doch bei guten Autoren sind schwächere Bücher eine ganz andere Sache, als bei unbekannten Autoren, bei denen man nicht genau weiß was auf einen zukommt. Zum ersten Mal bin ich bei diesem Kurzroman der Meinung, es fehlt noch ziemlich viel, bis ich sehr zufrieden bin. Irgendwie ist es seltsam, wenn man bedenkt wie gut ich die Reihe finde. Ich liebe diese Charaktere und habe sie ins Herz geschlossen. Doch jetzt konnten mich die Charaktere nicht so sonderlich einnehmen, was ich sehr schade finde. Ich hatte deutlich mehr erwartet. 

Bobby ist die Agentin von Quinn. Beide kennen die Leser der Reihe schon. Bobby ist noch ein sehr neuer Charakter in der Reihe. Ich konnte sie noch gar nicht ins Herz schließen oder sie mögen. Dafür müsste erst Zeit vergehen. Auch nach ihrer Geschichte in diesem Band konnte sie mich nicht so ganz von sich überzeugen. Die selbstverständliche Sympathie, die bei den anderen Charakteren immer vorhanden war, trat bei Bobby nicht ein. 

Jack war vor diesem Band gänzlich unbekannt, aber auch bei ihm ist es nicht anders als bei Bobby. Auch er ist keiner der Charaktere, die einen besonderen Platz in meinem Herzen bekommen. Bobby und Kack kommen zusammen, doch es scheint sehr gewöhnlich. Es gibt nichts, was ihre Beziehung besonders macht. Ja, vielleicht hat die Autorin ihre Leser zu sehr verwöhnt und dadurch fällt es jetzt schwer auch mal eine gewöhnliche Geschichte zu lesen. 

Die Titans kamen hier einfach zu kurz. In der ein oder andere Szene waren sie mit dabei, aber sie standen halt nicht im Mittelpunkt. Dabei liebe ich es doch wie die Autorin ihre Charaktere mit einbaut. Wie die Titans immer mit von der Partie sind, obwohl ein bestimmtes Paar im Vordergrund steht. Dieses Mal rückten Bobby und Jack zu sehr in den Vordergrund. Ich will wieder ein Buch aus der Reihe, das mein Herz erneut erobern kann. 

Was ist mit den Liebesszenen passiert? Sind jetzt plötzlich alle vorsichtiger geworden? In der Reihe kam die körperliche Nähe nicht zu kurz. Wieso fehlte in diesem Punkt in diesem Buch so ziemlich viel? Da gibt es schon einiges was mir nicht gefallen hat. Oder eher was mich nicht umgehauen hat. Im Vergleich zu den vorherigen fünf Bänden der Reihe, blieb dieser Band weit zurück. Die Reihe muss dringend wieder zu seiner alten Form auflaufen. Die 200 Seiten haben mich die gewohnt gute Reihe vermissen lassen. 

Fazit: Der 6. Band der Reihe, ist das erste Buch der Autorin, was nicht so sonderlich gut war. Zumindest nicht so gut, wie die Bücher der Autorin sonst sind. Meine hohen Erwartungen, die nach den 5 richtig guten Büchern selbstverständlich sind, blieben auf der Strecke. Gewohnt gutes war dieses Mal nicht vorhanden. Das Lesen von diesem Buch war wie eine Torte die man kennt und genau weiß wie sie schmeckt, doch dieses Mal schmeckte sie nicht so gut wie immer. Irgendwas fehlte. Dieses Irgendwas führte dazu, dass man nicht genießen konnte, wie auch sonst immer. 

Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen 

Die Reihe: 

Sonntag, 28. September 2014

Ruf des Todes 01 - Soul Hunter von Simone Olmesdahl

Seitenzahl: 240
Verlag: Romance Edition
Kosten: 5,99 €
Broschiert: 12,99 €
Kindle e-book: 2,99 €
Erscheinungsdatum: 01. Mai 2014

Kurzbeschreibung: Kann Liebe verlorene Seelen retten? 

Wer ist dieser geheimnisvolle Fremde, der jeder Menschenseele in Philadelphia aus dem Weg zu gehen scheint? Und warum glaubt Maya, in diesen dunklen Augen eine vertraute Melancholie zu erkennen, die eine unendlich tiefe Sehnsucht in ihr weckt? 

Fragen, auf die sie keine Antwort hat. Maya weiß nur, dass sie der Anziehung nachgeben und diesen Mann kennenlernen muss. Ein verhängnisvoller Fehler, denn mit Noah verbindet sie mehr als nur der Schmerz der Einsamkeit, und das tödliche Geheimnis, das er hütet, droht, nicht nur ihre gerade erst entdeckten Gefühle, sondern auch ihr Leben zu zerstören …

Meine Meinung: In den letzten vier Jahren verlor Maya ihre Eltern und ihren Bruder. Dem Tod ist sie ebenso nah wie dem Leben. Ist es Zufall, dass Maya Menschen verliert, die ihr am Herzen liegen? Es scheint nicht so. Täglich besucht sie die Gräber ihrer Familie. Mit ihrer Freundin Diana lebt sie zusammen, arbeitet als Krankenschwester und ist 24 Jahre alt. Längere Zeit fühlt sie sich zu ihrem Nachbarn hingezogen, mit dem sie bisher kein Wort gewechselt hat. Er wirkt unnahbar und hat wenig mit den Menschen in seiner Umgebung zu tun. 

Das sind die wichtigsten Informationen über Maya. Die Geschichte entwickelt sich natürlich weiter. Die ersten Seiten haben bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Genauso vielversprechend sollte ein Buch beginnen. Alles was dann noch folgt, sollte die Erwartungen an das Buch erfüllen können. So kam es auch. Nur ich hatte nach dem ersten Abschnitt gedacht ich würde mindestens 4,5 Sterne vergeben. Doch dazu kam es dann doch nicht ganz. 

Der Schreibstil der Autorin ist einer, wo viele Textabschnitte sich zitieren lassen würden. Ihre Wortwahl klingt angenehm und regt zum Weiterlesen an. Noah und Mayas Geschichte ist wirklich schön. Wie sie sich näherkommen, sich zueinander hingezogen fühlen und nicht anders können als einander nahe zu sein, ist alles sehr gut beschrieben. 

Romantic Fantasy ist seit langer Zeit eines meiner Lieblingsgenre. Gemerkt habe ich, dass ich da schon an erotischere Geschichten gewöhnt bin. Hier waren die Liebesszenen eher so beschrieben, wo man sich mehr dazudenken musste, als es wirklich Schwarz auf Weis zu lesen gab. Gewagter hätte das ganze durchaus sein können. was sogar besser gewesen wäre. Schließlich heißt es Romantic Fantasy. Zu diesem Teil der Geschichte hätte ich mehr erwartet. Es kam etwas anders als vermutet. Für Neueinsteiger ins Genre könnte das ein guter Einstieg sein, doch nachdem ich ziemlich viele Bücher in diesem Genre las, war das einfach zu wenig für mich. 

Während der der Teil mit der körperlichen Nähe etwas "soft" ausfiel, war der Fantasy Anteil nicht schlecht. Die Details zusammenzubringen und die Sache zu verdeutlichen, war nicht mal so einfach, aber bis zum Ende versteht man ziemlich gut worum es hier geht. Die Idee ist eigentlich recht gut. Bisher gefällt mir die Fantasy gut im Buch. Etwas Verwirrung kann so ein erster Teil schon mal auslösen. Vor allem wenn sich die Charaktere nicht ändern werden im zweiten Band. Die Dramatik der Situation, in der sich Maya und Noah befinden kam irgendwie auch nicht ganz durch. Es hätte alles schwerwiegender sein können. So ist es auch. Doch obwohl der Leser weiß wie die Situation aussieht hätte das alles tragischer sein können. Die Wirkung hätte verstärkt werden können. 

Fazit: Die rundum Zufriedenheit fehlte letztendlich in dieser Geschichte. Vielleicht war dieses Buch eine zu leichte Kost für mich? Im Grunde bin ich mir nicht sicher, ob ich inzwischen einfach viel erwarte wenn es um Romantic Fantasy geht. Das auch, weil ich viele Bücher in diesem Genre gelesen habe. Da steigern sich die Erwartungen womöglich von selbst. Dennoch bin ich von der Grundidee zum Buch überzeugt worden. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich die Geschichte im zweiten Band steigern kann. Wer leichte Romantic Fantasy gerne liest, der kann mit diesem Buch nichts falsch machen. Auch eher erfahrenere Leser wie ich, sind nicht unbedingt fehl am Platz. 

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

Freitag, 26. September 2014

Frank Liebknecht ermittelt 01 - Celeste bedeutet Himmelblau von Brigitte Pons

Seitenzahl: 343
Verlag: LYX
Kosten: 5,20 €
Taschenbuch: 9,99 €
Kindle e-book: 8,99 €
Erscheinungsdatum: 03. April 2014

Kurzbeschreibung: Vielbrunn im Odenwald. Auf einem Feld wird die Leiche eines Bauern gefunden. Die Behörden gehen von einem tragischen Unfall aus. Doch der junge Polizist vor Ort, Frank Liebknecht, glaubt nicht an einfache Erklärungen. Er recherchiert auf eigene Faust und stößt schnell auf Ungereimtheiten in der Vergangenheit des Toten. Für Frank ist der Tod nur das Ende einer Geschichte. Die Antwort. Und er muss die richtige Frage stellen, um den Anfang zu finden. Immer tiefer verstrickt er sich in den Fall und gerät in einen Mahlstrom aus Verrat, Mord und fanatischer Verblendung …

Meine Meinung: Viel kann ich zu diesem Buch dann wohl nicht mehr sagen. Will ich auch gar nicht, muss ich dazu sagen. Es fing schon schleppend und uninteressant an. Was mich zu dem Kauf drängte, ist mir heute unklar. Ein toter Bauer. Das allein verspricht nicht viel. Doch die Hoffnung auf eine unerwartete Wendung ist natürlich nicht sofort abzuschreiben. So habe ich mich bemüht die Geschichte weiterzuverfolgen. Was sich als gar nicht mal leicht herausstellte. Die Gedanken schweiften oft ab und es fiel mir zunehmend schwer mich aufs Geschehen zu konzentrieren. Geschehen kann man dazu auch nicht wirklich sagen. Es war einfach öde. Ich bin einfach besseres gewohnt. Vor solchen Büchern will ich möglichst die Finger lassen. 

Krimi/Thriller sind die Bücher, die nur so vor Spannung überlaufen sollten. Diesen Genre sollte am spannendsten sein und den Leser mit Aufregung belohnen. In diesem Genre gibt es entweder gute Bücher oder schlechte. Viel dazuwischen gibt es nicht. Zumindest für mich. Dieses Buch war ein eindeutiger Fehlkauf. Die Erwartungen sind viel größer als die eigentliche Geschichte. 

Der Fall war furchtbar uninteressant. Einen Lichtblick gab es kurz, aber nichts war so wie erhofft. Wo ist denn hier die Spannung abgeblieben? Das Herzklopfen setzte gar nicht erst ein. Die Ermittler müssen dem Leser zusagen und sympathisch sein. Frank als Ermittler hat mich nicht für sich gewinnen können. Wenn ich ihn nicht sympathisch finde, wie soll ich dann weitere Fälle von ihm lesen? Das ist nicht machbar. Viel zu viel fehlt in diesem Buch. Das Lesen war einfach langweilig. Die Lust am Lesen ging bei diesem Buch verloren. Bevor ich weiter betone wie ungern ich diese Geschichte gelesen habe, komme ich allmählich zum Ende. Denn das kann ewig so weitergehen. 

Fazit: Dieses Buch ist eines der Schlechtesten vom Verlag. Es war mühselig zu lesen. Konzentrieren konnte ich mich schon gar nicht. Spannung war nicht vorhanden. Genauso auch wie Herzklopfen und Aufregung. In diesem Buch wurde so ziemlich alles falsch gemacht, was falsch gemacht werden konnte. Lieber bleibe ich bei den zwei Autorinnen in diesem Genre, als solche Bücher zu lesen. Manchmal ist wenig mehr. 

Meine Bewertung: 1 von 5 Sternen 

Mittwoch, 24. September 2014

Scanguards Vampire 02 - Amaurys Hitzköpfige Rebellin von Tina Folsom

Seitenzahl: 329
Verlag: Self Publishing
Kosten: 4,99 €
Taschenbuch: 9,99 €
Kindle e-book: 4,99 €
Erscheinungsdatum: -

Kurzbeschreibung: Vampir Amaury LeSang ist dazu verflucht, jedermanns Emotionen wie eine fortwährende Migräne zu spüren. Nur Sex kann seinen Schmerz kurzzeitig lindern. Als er die kratzbürstige menschliche Frau Nina trifft, scheint es, als wäre ein Heilmittel für seine Krankheit in 
Reichweite: In ihrer Gegenwart verschwinden seine Schmerzen. 

Unglücklicherweise plant Nina, ihn zu töten, da sie davon überzeugt ist, er sei in den Tod ihres Bruders verwickelt. Und es gelänge ihr auch, wenn nur nicht Amaurys Bad-Boy-Charme ihre Hormone verrückt spielen ließe und sie direkt in seine Arme und sein Bett katapultierte, wann immer sie in seiner Nähe ist. 

Während jeder Kuss sie körperlich einander näher bringt, droht von anderer Seite Gefahr, die das wenige Vertrauen, das sie ineinander haben, zerstören könnte. 

Meine Meinung: Samson und seine Vampire haben in diesem zweiten Band einen alten Bekannten als Feind, der sich an ihnen rächen will. Luther glaubt Samson und Amaury wären an dem Tod seiner Gefährtin schuld. Dabei gibt es Tatsachen, die ihm die beiden nie gesagt haben. Luther kommt zurück und plant Rache zu nehmen. 

Auch Ninas Bruder Eddie ist an dieser Sache verwickelt. Sie wiederum glaubt Samson und seine Vampire haben mit dem Tod ihres Bruders zu tun, da Eddie als Bodyguard bei ihnen angestellt war. Nina begegnet Amaury und die Leidenschaft zwischen ihnen entflammt. 

Solche Begegnungen zwischen den Charakteren sind nicht mehr ungewöhnlich. Sie kommen vor. Noch immer lese ich sehr gerne Reihen, in denen jeder Charakter seine Gefährtin finden. Da gibt es natürlich auch Dinge, die sehr gut gemacht werden sollten. Samson und Delilahs Geschichte hat mir da schon besser gefallen. Hier fehlte doch mehr als erwartet. Ganz vorne mit fehlte zunächst die Sympathie. Gegen Amaury und Nina hab ich nichts einzuwenden, aber mein Lieblingspaar der Reihe werden sie schon mal nicht. Ihre Liebesgeschichte drang einfach nicht zu mir durch. Doch wenn es um Lust und Leidenschaft geht, dann ist die Autorin besonders gut mit ihrem Schreibstil. Kritisieren kann ich die Sexszenen nicht. 

Ich hatte einfach mehr erwartet. Mindestens einen zweiten Band so gut wie der Erste und wenn möglich einen sogar besseren. Doch Amaury und Ninas Geschichte bleibt unter dem ersten Band. Übermäßige Spannung war in diesem Buch weniger vorhanden. Nur zum Ende hin wurde die Spannung nochmal erhöht. Auch daraus hätte viel mehr gemacht werden können. Entweder das Paar oder die Handlung an sich, hätte mich gerne überzeugen können. Doch so blieb beides ein wenig auf der Strecke. 

Meine Erwartungen an den dritten Band sind somit noch gestiegen. Ich bin entschlossen die Reihe weiterzulesen. Wird es denn immer so sein, dass es für jeden Band neue Probleme zu bewältigen gibt? Bisher war es so. Wenn ja wäre das mal ein Unterschied zu den anderen ähnlichen Reihen. Denn hier ist bisher kein großer Feind vorhanden und die Gefahr wird auch nicht von Band zu Band größer. Dann bin ich mal gespannt was mich im dritten Band erwartet. 

Fazit: Nach dem ziemlich guten ersten Band hatte ich mindestens etwas genauso gutes erwartet. Doch dieser Band reiht sich leider dahinter ein. Die Handlung hätte viel spannender und aufregender sein können. Auch Amaury und Nina hätten überzeugender sein können. Für mich sind sie einfach Gefährten, aber keine, die bei mir einen besonderen Platz bekommen. Einiges hätte besser gemacht werden können. 

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternen 

Die Reihe:

Samstag, 20. September 2014

Es wird keine Helden geben von Anna Seidl

Seitenzahl: 252
Verlag: Oetinger 
Kosten: keine, da ich es aus der Bücherei ausgeliehen habe 
Gebundene Ausgabe: 14,95 €
Kindle e-book: 9,99 €
Erscheinungsdatum: 20. Januar 2014

Kurzbeschreibung: Berührend, fesselnd, unfassbar: Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe? Das großartige Debüt von Anna Seidl, die erst 16 Jahre alt war, als sie diese aufwühlende Geschichte geschrieben hat: eine intensive Auseinandersetzung mit den Folgen eines Amoklaufs für die Überlebenden, mit Schuld und Trauer, schonungslos erzählt.

Meine Meinung: Amokläufe kenne ich nur aus den Nachrichten, worüber ich auch sehr froh bin. Nachrichten werden nüchtern erzählt, aber dieses Buch ist da ganz anders. Anna Seidl erzählt die Geschichte von Miriam, die mitangesehen hat wie Mitschüler von ihr vor ihren Augen erschossen wurden. Ihr Leben nach dem Amoklauf wird dem Leser nahe gebracht. Wie Amokläufe ablaufen weiß jeder, doch die berechtigte Frage ist, wie geht es für die Betroffenen weiter? Die Autorin hat sich ein Thema ausgesucht, das den Leser mitnimmt und fesselt. 

Ich frage mich wie die junge Autorin auf die Idee zum Buch kam. Das würde ich sie gerne mal fragen. Ich sehe sie als ein großes Schreibtalent, da mit 16 Jahren mehr dazu gehört als nur Glück. Anna Seidl hat hier etwas großes auf die Beine gestellt. Sie hat ein Buch mit einem Thema geschrieben, was in dieser Art nicht oft wiederzufinden ist. 

Das Buch beginnt mit dem Amoklauf. Die wenigen Minuten, die Miriam miterlebt, werden ausführlich und realistisch erzählt. Der Leser befindet sich mitten in der Geschichte, sieht durch Miriams Augen und wird dennoch nie wirklich begreifen können wie schwer es Miriam hat. Zusammen mit einem Mitschüler verstecken sich Miriam und ihre beste Freundin Joanne auf der Toilette. Während die Mädchen unentdeckt bleiben, wird einige Meter vor ihnen ihr Mitschüler erschossen. Als sich Miriam bis zur Tür wagt, bekommt sie da das Ausmaß des Amoklaufs zu sehen. Nicht genug liegt dieses Mal ihr Freund Tobi auf dem Flur und bittet sie mit Blicken ihm zu helfen. Miriam weiß wie grausam ihre Entscheidung ist, aber um ihr eigenes Leben zu retten rührt sie sich nicht und sieht zu wie ihr Freund umkommt. Nach diesen schrecklichen Minuten beginnt für Miriam und ihre Freundinnen ein verändertes Leben. Das fröhliche, glückliche und sorgenfreie Leben von Miriam wird nie wieder so sein wie es mal war. Jetzt kann sie nicht mehr unbeschwert lachen. Plötzlich und unvorbereitet muss sie reifer werden. Mit 15 Jahren ist so viel Ernsthaftigkeit, so viel Realität zu viel. Sie durchläuft verschiedene Phasen und muss es schaffen mit dem Verlust und der großen Veränderung klarzukommen. Ihr Freund ist tot und ihre beste Freundin existiert nur noch. Je mehr Tage vergehen, desto mehr entgleitet Joanne ihnen. 

Erst hasst Miriam Matias, den Jungen der ihr so vieles genommen hat, der sie von Grund auf verändert hat, aber wenig Zeit vergeht und sie kommt auf den Gedanken, das die ganze Schuld nicht nur bei Matias liegt. Ihre Vermutung erschreckt sie zunächst, aber könnte es nicht wirklich sein das Matias Mitschüler ihn zu dieser Schrecklichen tat getrieben haben? Genau das wird uns in der Schule gelehrt. Diese Erkenntnis ist sogar noch schlimmer als nur dem Täter die Schuld zu geben. Ja, nichts rechtfertigt seine Tat. Ein Amoklauf ist mit nichts zu begründen oder zu begutachten. Doch die Gründe dafür sind dennoch wichtig. Hätten die Schüler Matias nicht gemobbt, dann wäre das alles nicht passiert. Indem sie ihm keine Chance gaben und einsam ließen, führten sie diese Tat herbei. Jetzt sind es die anderen, die einsam sind. Miriam hat sozusagen so ziemlich alle Freunde verloren. Auch die, die nicht wirklich gestorben sind. 

Mit Gänsehaut und Tränen in den Augen habe ich Miriams Geschichte gelesen. Genau so wie beabsichtigt, nahm mich das Buch sehr mit. Vor allem, wenn der Leser ab und zu direkt angesprochen wird, kann man sich der Geschichte nicht entziehen. Schüler sollten dieses Buch auf jeden Fall lesen. Im Deutschunterricht sollte auch mal ein Buch gelesen werden, das in Gedanken bleibt und den Schülern etwas bringt. 

In diesem Buch ist die blanke Realität. Hier passiert etwas, was an jeder Schule passieren könnte. Wozu die Grausamkeit von Menschen führen kann. Man muss niemanden mögen. Aber in Ruhe lassen kann man denjenigen schon. Miriam erfasst genau wie es überhaupt dazu kam, dass sie Matias gemobbt haben. In diesem Buch stimmt alles. In Gedanken sagt man, ja das stimmt. 

Traurig, bedrückend und düster war die Stimmung durchgehend, aber ich bereue es keinesfalls dieses Buch gelesen zu haben. Es muss auch mal sein, dass man mit der Wirklichkeit konfrontiert wird, auch wenn sie nicht so erfreulich ist. 

Fazit: Das große Debüt der Autorin war ein sehr gutes Buch. Ohne Verschönerungen, eher unerbittlich wurde die Zeit nach dem Amoklauf erzählt. Noch oft werde ich an diese Geschichte denken, da bin ich mir sicher. Ich vergebe für diese realistisch erzählte Geschichte vom Herzen 5 Sterne. Verdient hat dieses Buch die beste Bewertung. Eine Empfehlung spreche ich selbstverständlich auch aus. Die Autorin sollte nicht aufhören mit dem Schreiben. Es liegt ihr im Blut. Ich hoffe ich werde in der Zukunft weitere Bücher von ihr lesen. 

Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen 

Donnerstag, 18. September 2014

Dunkle Verlockung von Nalini Singh

Seitenzahl: 408
Verlag: LYX
Kosten: 3,80 €
Taschenbuch: 9,99 €
Kindle e-book: 8,99 €
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2012

Kurzbeschreibung: Packende Geschichten zu Nalini Singhs Gestaltwandlerserie und ihren erfolgreichen Engelromanen. In einer Welt voller Schönheit und Blutgier, in der Engel über Vampire und Sterbliche herrschen, in der Mediale versuchen, die Emotionen zu verbieten und Gestaltwandler um das Überleben kämpfen, brodeln die Gefühle - Rache, Hass und Leidenschaft. Jeder ist auf der Suche nach einer Liebe, die alle Grenzen überwindet ...

Meine Meinung: Wie auch die beiden Reihen der Autorin, gehören auch die Kurzgeschichten dazu. So nach und nach werde ich sie mir auch durchlesen. "Dunkle Verlockung" ist nun das zweite Buch mit Kurzgeschichten. Das dritte liegt ebenfalls bereit auf meinem SUB. Wie gewohnt werde ich die drei Kurzgeschichten, verteilt auf 408 Seiten, getrennt voneinander bewerten. Zwei der Geschichten sind von ihren Gildenjägern und eine von ihren Gesrtaltwandlern. 

Ich beginne dieses Mal nach der Reihenfolge und nicht nach Bewertung. Die erste Kurzgeschichte kommt aus der Gestaltwandlerreihe. "Hauch der Versuchung" ist eine Kurzgeschichte, die noch vor dem ersten Band spielt, aber dennoch so gut ist wie die Bände der Reihe. Ich habe die Geschichte von Emmett und Ria jetzt zum zweiten Mal gelesen. Somit war es für mich nichts neues. Das erste Lesen war viel beeindruckender kann ich sagen. Da war ich sehr begeistert und habe die Kurzgeschichte geliebt. Etwas mehrmals zu lesen ist eindeutig nichts für mich. Ich bin dennoch der festen Überzeugung diese Kurzgeschichte muss gelesen werden. Emmett und Ria müssen kennengelernt werden. Das erste Paar in der Reihe sind zwar Lucas und Sascha, aber Emmett und Ria haben sich noch vor ihnen lieben gelernt.
Obwohl ich dieses mal nicht ganz so begeistert war, vergebe ich 4,5 von 5 Sternen. Die Gestaltwandler in dieser Reihe sind etwas ganz besonderes. 

"Engelsbann" ist die zweite Kurzgeschichte. Noel und Nimras Geschichte hat mir eher weniger gefallen. Besser gesagt sie befindet sich eher im mittleren Teil der Bewertung. Ich bin besseres von der Autorin gewöhnt und so war mir das einfach zu wenig. Dennoch ist es nach wie vor von Vorteil die Engel und Vampire um Raphael kennenzulernen. Somit war die Geschichte doch keine große Enttäuschung. Von einer Enttäuschung kann nicht mal die Rede sein. Nicht jede Kurzgeschichte kann gleich 5 Sterne bekommen. Ich vergebe 2,5 von 5 Sternen

Komme ich nun zu der letzten und gleichzeitig längsten Kurzgeschichte. Mit 175 Seiten kann man "Engelstanz" schon fast nicht mehr zu Kurzgeschichten zählen. Es bleibt nicht nur bei dem Umfang der Seiten, auch die Handlung und Liebesgeschichte ist ausführlicher. Hier kann man sich ein genaues Bild machen und die Charaktere kennenlernen. Es ist mehr als nur ein Einblick.
Diese Geschichte hat mir ganz gut gefallen. Jesamy unterrichtet in der Zufluchtsstätte und ist Geschichtsschreiberin. Somit ist sie ein wichtiges Mitglied der Gesellschaft. Könnte sie fliegen wie die anderen Engel, dann wäre sie wenigstens nicht erdgebunden. Sie trägt eine tiefe Sehnsucht in sich. Der Gedanke und das Wissen sie kennt Raphael als Kind, ist irgendwie seltsam. Engel werden sehr alt, aber davon zu lesen ist dann wieder etwas ganz anderes.
Galen ist der erste Mann, der ihr verspricht sie überall hinzufliegen wohin sie will. Bei ihnen ist die Anziehung groß. Neben Galen und Jesamy kommen in dieser Geschichte auch bekannte Charaktere vor. Das verstärkt die Handlung und es wird interessanter. Kinder werden so gut wie immer niedlich und liebenswert beschrieben, was sie auch sind. Aber Engelskinder sind sogar noch liebenswerter. Die Vorstellung von Kindern mit Flügeln ist furchtbar niedlich. 
Ziemlich viel hat mir gut gefallen, doch besser hätte es sein können. Intensiver und fesselnder kann ich dazu sagen.
Gut waren die 175 Seiten schon. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen, weil Verbesserungsbedarf besteht. 

Fazit: Insgesamt bin ich ganz glücklich über die drei Kurzgeschichten. Sie waren jetzt nicht zu gut, aber auch nicht zu schlecht. Ja, mehr hätte ich von Nalini Singh schon erwartet, doch soll es dieses Mal so sein. Ich hoffe ihre anderen Kurzgeschichten werden besser. 

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternen 

Weitere Anthologien der Autorin: 
Magische Verführung 

Sonntag, 14. September 2014

Julis Schmetterling von Greta Milan

Seitenzahl: 386
Verlag: Amazon Publishing 
Kosten: 3,00 €
Taschenbuch: 9,99 €
Kindle e-book: 4,99 €
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2014

Kurzbeschreibung: Bei einer Vernissage begegnet die attraktive Julietta dem unnahbaren Fotografen Bastian. Sofort spürt Juli Schmetterlinge im Bauch. Aber Bastian hegt ein Geheimnis: Seit seiner Geburt leidet er an einer seltenen Hautkrankheit, aufgrund derer er sich außergewöhnlich schnell verletzt.

Sein Leben ist geprägt von Schmerz und Zurückweisung, seine Gedanken werden beherrscht von Selbstzweifeln und Misstrauen. Juli will ihm helfen, seine Befangenheit abzulegen und sich ihr zu öffnen. Doch sie ahnt nicht, wie tief seine Wunden tatsächlich sind.

»Julis Schmetterling« wurde im Oktober 2013 erstveröffentlicht. Die lieferbare Ausgabe wurde neu lektoriert und gestaltet.

Meine Meinung: Bücher bringen uns Themen näher, die wir sonst nicht kennen oder es bisher keinen Grund gab sie kennenzulernen. Erbkrankheiten sind vielen in der einen oder anderen Form bekannt. Doch mir war diese Hautkrankheit bisher gänzlich unbekannt. Umso mehr hat mich dieses Buch interessiert. Zum großen Teil auch wegen dieser besonderen Thematik. Bisher unbekanntes wirkt immer besonders interessant. Hier bleibt es nicht nur bei einer möglicherweise interessanten Geschichte, es ist eine sehr interessante Geschichte. 

Bastian, der zu den Betroffenen gehört, lernt der Leser in der Gegenwart kennen. Über seine Vergangenheit, seine Eltern und alles was er zuvor erlebt hat, darüber wird zunächst wenig erzählt. Die Zukunft kommt dadurch auch ziemlich kurz. Er bevorzugt es in der Gegenwart zu leben. Seine Krankheit nimmt ihm, wie nicht anders zu erwarten, sehr mit. Nach den grausamen Jahren in seiner Schulzeit entschied Bastian sich zurückzuschlagen und unnahbar zu wirken. Indem er nur wenige Menschen an sich heranließ, blieb er einsam. Dennoch zog er Einsamkeit der Zurückweisung vor. Zu den wenigen Menschen, die er zu seinen Freunden zählt sind da, bevor er Juli kennen lernt, nur Elana und ihr Bruder Felix. 

Juli gehört zu den Menschen, die ein reines Herz haben. Sie ist ein zu guter Mensch. Sie fühlt sich von dem ersten Augenblick an zu Bastian hingezogen. Seine Krankheit könnte diese Anziehung und die spätere Liebe nicht ändern. Bastian ist der festen Überzeugung, wenn sie bescheid wüsste, würde sie ihn zurückweisen. Ein berechtigter Zweifel. Man kann ihn verstehen. Doch Juli ist da ganz anders. Sie denkt nicht mal im Traum daran ihn wegen seiner Krankheit abzuweisen. Es dauert nicht lange und Juli überzeugt den Leser. 

Dieses Paar hat keinen leichten Weg vor sich. Juli als Protagonistin zeigt, dass die äußere Erscheinung nicht abschreckend wirken sollte. Das man mutig sein sollte und Schritte gehen soll, die andere nicht mal in Erwägung ziehen würden. Offenheit und Toleranz werden in diesem Buch ganz groß geschrieben. Doch nicht nur Juli stellt unter Beweiß, dass die Mehrheit es falsch macht, auch ihre Freundin Isabelle ist da ein ganz besonderer Mensch. Für sie ist es nur wichtig ob ihre Freundin mit Bastian glücklich ist. Alles andere kommt bei ihr an zweiter Stelle. Und solche Denkweisen machen Juli und Isabelle sympathisch. 

Emotional geladen war das Buch durchgehend. Die meiste Zeit hatte ich Tränen in den Augen. Ein so schwieriges Thema mit so tollen Charakteren, die das Leben leichter machen. Juli und ihre Freundin Isabelle sind nicht die einzigen, die besondere Anerkennung verdienen. Elena und Felix dürfen nicht vergessen werden. Felix ist genauso wie Bastian ebenfalls betroffen. Bei ihm wirkt sich die Krankheit sogar noch schwerwiegender aus. Seine eigenen Wort machen es wohl deutlich:

"Ich kann mich nicht einmal am Kopf kratzen, ohne mich zu verletzten", sagte Felix tonlos.
(25%)

Versuchen zu verstehen kann man es, aber wirklich wissen kann man es nicht. Unvorstellbar sich nicht mal am Kopf kratzen zu können und gleich Wunden davonzutragen. Ist das denn gerecht. Was für uns selbstverständlich ist, ist für andere nicht mal relevant. Dennoch führte Felix Krankheit nicht dazu, das er seine fröhliche Art verlor. Er ist noch immer ein offener und zugänglicher Mensch. An seiner Seite isst seine Schwester Elena. Sie ist fürsorglicher und aufopferungsvoller als viele Eltern. Elena gibt es zum Teil selbst auf, um für ihren Bruder da zu sein. Ihre Unterstützung ist bewundernswert. 

Ja, in diesem Buch gibt es unbezahlbare Charaktere. Sie vertreten das Gute in dieser Welt, damit wir auch nicht vergessen das es sowas wie gute Menschen noch gibt. Zwar vereinzelt, aber es gibt sie noch. Ich bin froh an dieser Geschichte teil gehabt zu haben. Verfilmungen sind nach wie vor sehr beliebt. Fantasy sollte mal außen vor gelassen werden. Man sollte sich lieber Filmen zuwenden, die die Zuschauer mitreisen und so einige Fragen über unser Verhalten aufwerfen. Juli Schmetterling wäre mal ein Film, das sehenswert wäre. 

Fazit: Mit diesem Buch habe ich viel neues gelernt, Charaktere kennengelernt, die Stärke und Mut in dich tragen und eine Geschichte gelesen, die einen ganz besonderen Platz bekommt. Weitere Bücher mit anderen speziellen Themen würde ich gerne lesen. 

Meine Meinung: 5 von 5 Sternen 

Dienstag, 9. September 2014

The Games 02 - Facade: Bittersüßes Schweigen von Nyrae Dawn

Seitenzahl: 242
Verlag: Romance Edition
Kosten: 4,99 €
Broschiert: 12,99 €
Kindle e-book: 4,99 €
Erscheinungsdatum: 07. Juli 2014

Kurzbeschreibung: Um mit seinen Schuldgefühlen fertig zu werden, versteckt sich Adrian hinter einer Mauer aus Selbsthass, die zu bröckeln beginnt, als Delaney Cross in sein Leben tritt. In ihren Augen erkennt er dieselbe Traurigkeit, die auch ihn seit Jahren quält und die ihn gegen alle Vernunft immer stärker zu ihr hinzieht. 

Für eine Zukunft ohne Schuld und Reue stellt sich Delaney den Geistern ihrer Vergangenheit. Ihr Weg führt sie zu Adrian Westfall, dessen Leben auf tragische Weise mit ihrem verbunden ist. Als aus einem kleinen Flirt mehr wird und tiefe Gefühle erwachen, wird Delaney klar, dass sie Adrian die Wahrheit sagen muss. Und zwar bevor sich das Schicksal für ihr bittersüßes Schweigen rächt … 

Meine Meinung: Adrian kennen wir schon vom ersten Band der Trilogie. Auch ist dem Leser bekannt, das er das ein oder andere Problem hat. Doch was der Grund für seine Schuldgefühle ist, erfährt der Leser erst in dieser Geschichte. Vor vier Jahren kam sein Neffe Ashton bei einem Unfall ums Leben. Der kleine Junge war gerade mal zwei Jahre alt und einfach viel zu jung um so einen frühen Tod zu akzeptieren. Vor allem da es keine Krankheit war die ihn aus dem Leben gerissen hat. Adrians Schwester Angel hatte ihm, bevor sie das Haus verließ, ausdrücklich gesagt er solle Ash nicht aus dem Haus lassen. Wenn schon hinter das Haus. Der Vorgarten läge zu nah an der Straße. Nicht wissen lies Adrian Ash doch nach draußen. 

Jetzt nach vier Jahren gibt er sich noch immer die Schuld nicht auf Angel gehört zu haben. Was auch verständlich ist. Der Gedanke was wäre wenn er nicht zugelassen hätte das Ash raus ging, der frisst ihn auf. Vier Jahre sind nichts, wenn es um den Tod eines kleinen Jungen geht, der einen Menschen so unvoreingenommen liebt. Egal wie viel Zeit vergeht, gewöhnen kann man sich an diesen Verlust, aber ganz heilen wird Adrian nie.

Durch Delaney weiß der Leser, Ashton ist Angels Sohn. Doch auch an dieser Tatsache gibt es ein Detail, den ich nicht vermutet habe. Erstaunt war ich im ersten Moment schon, aber gleich darauf wurde alles noch viel verständlicher. 

Neben Adrian ist da noch Delaney, die in seine Nähe zieht um Angel und Adrian wieder zusammen zu bringen. Nach Ashs Tod lebt Adrian nicht mehr mit seiner Schwester zusammen. Das auch um vor ihr und sich selbst wegzulaufen. Wieso sich Delaney überhaupt entschließt die Geschwister zusammen zu bringen ist ganz einfach. Auch ihre Familie steht mit dem Tod von Ash in Verbindung, doch das weiß Adrian nicht. Er denkt sie ist ein Mädchen, das mit ihrem Bruder umgezogen ist. Delaney nimmt sich vor Adrian so schnell wie möglich die Wahrheit zu sagen, aber je mehr Zeit vergeht und sie Adrian immer näher kommt, desto schwieriger wird es für sie auszusprechen weswegen sie Adrian kennen lernen wollte.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Adrians und Delaneys Sicht, wie es auch schon im ersten Band war. Das Cover ist in schwarz und grau gehalten, was sehr passend ist. Eine düstere und erdrückende Stimmung war meistens vorhanden. Gut war in diesem Buch so einiges. An der Spitze wohl die Liebe in Ashs Augen. Die Autorin hat diesen kleinen Jungen so gut beschrieben. Kinder sind wohl die Charaktere, die am besten rüber gebracht werden können. Auch hier war es nicht anders. In Adrians Rückblicken geht ganz klar hervor, dass er meint nicht zu verdienen geliebt zu werden. Doch Kinder wiegen nicht ab, werden nicht beeinflusst. Sie lieben einfach. Genau das tut Ash. Er war ein glückliches Kind. Das Glitzern in seinen Augen erlosch durch einen Fehler eines Fahrers, der seine Familie viel zu tief verletzte. 

In dieser Reihe fehlt mir die Verbundenheit zu den Charakteren. Dazu kam es bisher nicht. Ich verstehe sie, fühle mit ihnen und sehe mich selbst in ihren Erlebnissen wieder, aber so ganz setzt die Sympathie doch nicht ein. Ein letztes Hindernis bleibt. Solange auch dieses Hindernis nicht zerstört wird, kann ich keine 5 Sterne vergeben. 

Fazit: Von der Dramatik her war der zweite Band intensiver. In jeder Zeile, in jedem Wort war der Verlust und der Schmerz der Charaktere zu spüren. Rundum zufrieden hat mich dieser Band auch nicht gemacht. Ein gutes Buch war es, das kann ich nicht abschreiten. Es war einfach nicht eins der Besten.

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

Die Reihe: 

Samstag, 6. September 2014

Bloodlines 03 - Magisches Erbe von Richelle Mead

Seitenzahl: 391
Verlag: LYX
Kosten: keine, da ich es aus der Bücherei ausgeliehen habe 
Taschenbuch: 12,99 €
Kindle e-book: 11,99 €
Erscheinungsdatum: 12. September 2013

Kurzbeschreibung: Sydney Sage fühlt sich hin und her gerissen zwischen ihren Verpflichtungen als Alchemistin und dem, was ihr Herz begehrt. Da begegnet ihr der rebellische Marcus Finch, ein ehemaliger Alchemist, der mit seiner Herkunft gebrochen hat. Er will Sydney überzeugen, seinem Beispiel zu folgen, doch das ist leichter gesagt als getan.

Meine Meinung: Es gibt Reihen, die richtig gut sind. Dann gibt es Reihen die verdammt gut sind und die Charaktere zusätzlich ans Herz wachsen. Ich könnte nicht oft genug betonen wie sehr ich diese Charaktere liebe. Die Hauptreihe hatte es mir angetan. Dieses Spinn Off ist eine Möglichkeit wenigstens etwas von diesen lieb gewonnenen Charakteren mitzubekommen. Rose Sicht gibt es nicht mehr. In dieser Reihe steht Sydney im Mittelpunkt. Mit ihr konnte ich mich lange nicht anfreunden. Auch wenn es nie so wie bei Rose werden kann, freunde ich mich allmählich mit ihr an. 

"Ich werde dich einfach weiter lieben, selbst wenn es hoffnungslos ist." 
(S 32)

Adrian liebt Sydney und solange ich weiß das sie gut für ihn ist reicht mir das. Es gibt viele bekannte Gesichter. In diesem Spinn Off ist mir der Wichtigste Adrian. Mehr als alles andere wünsche ich mir das er endlich glücklich wird. Das hat er schon lange verdient. Er hat seine Macken und Fehler, doch er ist ein echt guter Moroi. Eins ums andere Mal hat er seine guten Seiten unter Beweis gestellt. Ja, mit Rose hätte es von Anfang an nicht klappen können. Aber Sydneys Herz ist frei. Trotz allen Risiken sollten sie es versuchen. 

Sydney hat sich eigentlich lange in Adrian verliebt. Tief im Inneren ist das auch ihr bewusst. Nur bringt diese Liebesbeziehung große Risiken mit sich. Wenn die Alchemisten erfahren würden, dass da jede erdenkliche Grenze überschritten wird, wäre das nicht nur für Adrian und Sydney gefährlich. Ihre gesamte Mission würde aus dem Ruder laufen. 

Neben dem Gefühlschaos von Sydney gibt es da natürlich eine spannende Handlung. Jill muss weiterhin geschützt werden. Sydney hinterfragt die Ansichten der Alchemisten. Gleichzeitig fragt sie sich ob sie noch der selben Meinung ist. Als wir sie kennen lernten war sie vom Herzen Alchemistin. Doch wie sie selbst auch gemerkt hat, hat sich da viel verändert. Anfangs hat sie mehr oder weniger unfreiwillig Rose geholfen. Je mehr Zeit vergangen ist, desto mehr hat sie vieles von sich aus gemacht. Für sie wäre ihr Umgang mit Adrian früher unmöglich gewesen. Jetzt kann sie mit ihm über alles reden. Auch wenn sie eine große Entwicklung hinter sich hat bin ich mir sicher, Sydney war nie übertrieben abgeneigt was überhaupt ihre erste Aufgabe mit Rose betraf. Im Grunde konnte sie Rose verstehen. So war es für Sydney nicht allzu schwer diesen weiten Weg hinter sich zu bringen. 

Das Mädchen in Russland hatte nichts mehr mit dem in Palm Springs gemein. 
(S 210)

Die Magie wird immer wichtiger im Buch. Alle anderen Probleme und Sorgen reichen nicht aus und auch das kommt noch dazu. Wobei mir das ein Hauch zu viel wird. Die Hauptthematik ändert sich allmählich. Noch habe ich keine konkrete Meinung dazu. Nach dem 4. Band werde ich dazu wohl mehr sagen können. Aber dennoch frage ich mich, ob die Geschichte nicht ein wenig abschweift. Das war auch der einzige Punkt der den Spaß am Lesen etwas abgeschwächt hat. Sonst war dieser dritte Band der bisher beste in dieser Reihe. 

Vampire Academy war wohl die Reihe, bei der es mir am schwersten fiel zu akzeptieren das es vorbei war. etwas ähnliches habe ich danach nicht mehr gelesen. Was auch für diese Reihe gilt. Spin Off hin oder her, es ist einfach nicht so gut wie VA. Mit jedem weiteren Band entfernen wir uns auch von der Hauptreihe. Auch das setzt einem noch immer zu. Vor allem mir, da ich VA einfach nur liebe. So langsam heißt es auch für mich akzeptieren und nach vorne zu schauen. 

Nach diesem Band kann ich sagen ich mag Sydney. Sie ist klug, hinterfragt vieles, ist in einigen Dingen unerfahren und dadurch kommen auch witzige Dialoge zustande. Nur wenn sie Adrian unglücklich macht und er erneut verletzt wird, wäre ich unheimlich verärgert. Bei Sydney darf das einfach nicht passieren. Wenn sie es wollen werden sie alle Hindernisse hinter sich bringen. Darauf baue ich. Dabei ist Adrian und Sydneys Liebesgeschichte nicht mal so aussichtslos wie wir es sonst von der Autorin gewöhnt sind. Hier stehen die Chancen erheblich besser. 

"Was um alles in der Welt ist das?", rief ich aus. 
Ms Terwilliger schnaubte. "Obwohl es bei mir schon eine Weile her ist, lautet der Fachausdruck dafür wohl am ehesten Knutschfleck." Sie zog eine Augenbraue hoch. "Sie wissen doch, was das ist oder?" 
"Natürlich weiß ich das!"

Fazit: Eine abwechslungsreiche Handlung war vorhanden. Die arme Sydney hat kaum Luft bekommen. Einen starken Charakter erkennt man dadurch, dass sie nicht so leicht aufgeben. In Sydneys Leben geschieht ziemlich viel und von ihr ist selten eine ernst gemeinte Klage zu hören. Sie ist stark und bereit sich den Schwierigkeiten aktiv entgegen zu stellen. Fantasy kommt nicht zu kurz, aber die Gefühle bekommen wieder eine große Rolle. Auch das sind wir von der Autorin gewohnt. Ich empfehle die Reihe natürlich auch jetzt. Doch erst nachdem Vampire Academy gelesen wurde. Unverständlich wäre die Geschichte nicht, aber Voraussetzung ist es. 

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen 

Die Reihe:
Bloodlines 01 - Falsche Versprechen
Bloodlines 02 - Die goldene Lilie 

Dienstag, 2. September 2014

Lustpunkte von Inka Loreen Minden

Seitenzahl: 255
Verlag: Blanvalet
Kosten: 6,99 €
Taschenbuch: 6,99 €
Kindle e-book: -
Erscheinungsdatum: 19. Mai 2014

Kurzbeschreibung: Sechs Höhepunkte der erotischen Literatur

Zärtliches Anfassen, sanfte Küsse und streichelnde Berührungen auf der Haut … 

An den Lippen, im Gesicht und am ganzen Körper … 

Sachtes Tasten, forsches Erkunden und leidenschaftliches Zupacken … 

Wie man vorgehen sollte, bleibt jedem selbst überlassen. Doch eines wird immer gleich sein: Man konzentriert sich einfach auf das Wichtigste – Lustpunkte.

Meine Meinung: Alle sieben Kurzgeschichten sind unterschiedlich und ebenso abwechslungsreich. Hier wagt sich Inka Loreen Minden in vielfältige Geschichten vor. Von History bis hin zu Fantasy ist hier so ziemlich alles vorhanden. In meiner Beurteilung fange ich mit der Kurzgeschichte an, die mir persönlich am wenigsten gefallen hat. 

Als erstes wäre da die 3. Kurzgeschichte Wildes Begehren, die gleichzeitig eine der Kürzesten ist. Handlung war wenig vorhanden. Bei erotischen Kurzgeschichten ist keine große Handlung notwendig, wenn alles bei der körperlichen Anziehung richtig gemacht wird. Doch hier war für mich wenig von allem vorhanden. Erotisch war die Kurzgeschichte wenig, ganz abgesehen von einer vernünftigen Handlung. Dennoch könnte die Autorin sich auch näher mit Gestaltwandlern beschäftigen. Was den romantischen Anteil betrifft wären da die Grundsteine gelegt. Insgesamt vergebe ich 2,5 von 5 Sternen

Weiter geht es mit der 4. Kurzgeschichte Das Praktikum der Lüste. Antonia wird von ihrem Vater auf die Baustelle geschickt, damit sie mal merkt wie hart er in ihrem Alter arbeiten musste, um so weit zu kommen. So etwas wie arbeiten passiert dort in der kurzen Zeit nicht. Sicherlich ist so ein Abenteuer auf der Baustelle aufregend. Jeder Zeit kann man entdeckt werden. Die Situation hätte etwas mehr ausgenutzt werden können. Doch nicht jede Geschichte kann perfekt sein. Von mir gibt es dafür 3 von 5 Sternen, was auch gar nicht schlecht ist. 

Jetzt folgen die beiden Kurzgeschichten, die zwar gut waren, aber besser sein könnten. Zunächst wäre da die 6. Kurzgeschichte Wie du mir, so ich dir. Frederick ist in Ulrike verliebt. Seine Gefühle kann er nicht nur zeigen, er behandelt sie auch nicht sonderlich gut. Da ist es klar, dass Ulrike nicht drauf kommen könnte was wirklich dahintersteckt. In dieser Kurzgeschichte geht es darum, dass die beiden sich nun näher kommen. Besonders die direkte Wortwahl der Autorin gefällt mir sehr an ihrem Schreibstil, was auch so ziemlich bei all ihren Büchern der Fall ist. Im Gesamten betrachtet vergebe ich für die Geschichte 4 von 5 Sternen

Die 7. Kurzgeschichte Rancherherzen ist auch die letzte im Buch. mit über 60 Seiten ist sie unter anderem auch die Längste. Neben der Erotik kam die Liebe nicht zu kurz. Vor allem der Anfang war echt gut. Anschließend ließ die Erotik etwas nach und die Liebe kam mit ins Spiel. 60 Seiten sind genug, um eine lesenswerte Handlung mit einzubauen. So freut man sich am Ende auch, dass die Charaktere glücklich geworden sind. Die Idee mit den Weißen, den Indianern und den Unterschieden zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen ist gar nicht mal so schlecht. Für diese erotische und gefühlvolle Kurzgeschichte gibt es von mir 4 von 5 Sternen.

Nach dem Sprichwort "Alle guten Dinge sind drei" bleiben noch die drei Kurzgeschichten, die mir am besten gefallen haben. Die 2. Kurzgeschichte Geliebter Feind deckt in diesem Buch den historischen Anteil. Claire und Justin sind Tochter und Sohn zweier verfeindeter Familien. Bis Justin mit seinem Studium anfing, waren er und Claire Freunde. Eine Freundschaft brachte die beiden Familien schon zu genüge auf. Weiter dürfte es nicht gehen. Doch wie es der Zufall so will, drängen sich die Gefühle in den Vordergrund. Auch das ist eine Kurzgeschichte wo Liebe und Leidenschaft Hand in Hand gehen. Genau so wie es auch sein sollte. Eine wirklich schöne Geschichte mit einem Paar, das bereit ist alles aufzugeben und sich zusammen ein Leben aufzubauen. Eine Liebesgeschichte die Hoffnung macht. 4,5 von 5 Sternen dafür von mir. 

Gemerkt habe ich, dass meistens der Anfang der Geschichten mir so richtig gut gefallen. Wenn dies durchgehend der Fall wäre, dann wäre es wirklich perfekt. Doch daran bin ich bei dieser Autorin schon gewöhnt. Auch bei der 5. Kurzgeschichte Dämonenbraut ist nicht anders. Der Anfang war wirklich sehr gut. Hier war die Autorin kreativ und wusste eindeutig worauf es ankommt. Diese Kurzgeschichte würde ich bedenkenlos empfehlen. Zum großen Teil aufregend und erotisch kann ich sagen. Auch hierfür vergebe ich 4,5 von 5 Sternen

Als letztes wäre da noch mein absoluter Favorit. Zufälligerweise ist das die erste Kurzgeschichte DoktorLuder. An den Teil mit dem Zufall glaube ich natürlich nicht. Es ist eine gute Strategie eine zwar echt kurze, aber gute Kurzgeschichte an den Anfang zu packen. Meiner Meinung nach war das die erotischste Kurzgeschichte zwischen diesen Sieben. Einfach nur fantastisch würde ich sagen. Weitere Geschichten dieser Art wären jederzeit erwünscht. So gut wie perfekt sag ich dazu nur. Somit fiel es mir auch umso leichter 5 Sterne zu vergeben. 

Fazit: Jedes Mal wenn ich an die erste Kurzgeschichte denke gefällt mir das Buch immer besonders gut. Doch damit es auch eine faire Bewertung bleibt, darf ich die anderen Geschichten nicht vergessen. Dennoch wünsche ich mir mehr Kurzgeschichten ähnlich wie hier die Erste. Das war eine echt erotische Kurzgeschichte. Ohne Zweifel. Insgesamt haben mir alle Kurzgeschichten gut gefallen. Es gab jetzt keine wo ich sagen würde, das war ein Reinfall. Mindestens 2,5 Sterne gab es da schon. 

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen